|
Die Wurzeln Criewens sind slawischer Art. Dies zeigt der Ortsname (Criewe = slaw. Priester) wie auch zahlreiche Funde, u. a. der ins 8./9. Jahrhundert datierte berĂĽhmte Criewener Becher, der 1860 gefunden wurde. Noch die erste urkundliche Erwähnung nennt Criewen als eines der „wendischen Dörfer“, die an Pommern gingen. Aus der Zeit der einsetzenden Besiedlung mit deutschen Kolonisten stammt die Kirche, ein Feldsteinbau des 13. Jahrhunderts. Waren die Slawen hier zumeist auf den Fischfang in der wasserreichen Gegend angewiesen, machte sich dann der Ackerbau breit, auch wenn durch die Jahrhunderte immer Fischerhöfe vorhanden waren.
Die erste Erwähnung der Verleihung eines Krugrechtes in Criewen stammt aus dem Jahre 1492, in dem ein Jakob Wins damit beliehen wird.
Zu den Besitzanteilen des Rittergutes gehört auch eine Kruganlage oder ein Teil davon. 1801 wird in einer Aufzählung der vorhandenen 35 Feuerstellen im Ort neben 6 Ganzbauern, 4 Schiffern, 9 Fischern, Schmied, Windmühle und Förster auch der Krug genant. 1816 kauft Rittermeister Otto von Arnim das Gut. Das Gutshaus wird auf den Mauern des alten neu erbaut. Das Dorf, bis dahin rund um die Kirche gelegen, wird abgerissen und weiter östlich wiedererrichtet. Denn der neue Eigentümer lässt durch P. J. Lenné den Landschaftspark errichten.
Heute markiert die im Park erhalten gebliebene Kirche die Ortslage. Bis Anfang dieses Jahrhunderts lag Criewen an der Oder.
Mit dem Bau des Schifffahrtsweges Berlin – Stettin wurde Criewen Anlieger des damals sogenannten „Hohenzollernkanals“, dem grössten Kanalprojekt der damaligen Zeit.
Ein Spaziergang an der Gaststätte vorbei fĂĽhrt Sie zu diesem Kanal, der hier ein SrĂĽck im alten Oderbett verläuft. Der Weg ĂĽber die BrĂĽcke bringt Sie in die grandiose Polderlandschaft, RĂĽckzugs- und Durchzugsgebiet vieler Vogelarten und seit 1996 Schutzgebiet mit dem Status „Nationalpark“.
|